Gemeinde Holle       Burg Wohldenberg            10.02.18   

Familie Holle  

Bei der Familie von Holle handelt es sich um eine der ältesten des Deutschen Uradels. Bei einem Brand um ca. 1300 sind alle älteren schriftlichen Zeugnisse verbrannt, doch gibt es glaubwürdige Anhaltspunkte die die Existenz der Familie Holle bis vor das Jahr 800 belegen.

Der Wappenspruch der Familie lautet: Sunder Drug edder Slüken          

Für Interessierte könnte das Buch Mindener Beiträge 12 von Gertrud Angermann                                     
"Der Oberst Georg von Holle 1514 - 1576" Verlag J.C.C. Bruns Minden sein.

Ausschnitte aus dem Buch 

Die Familie Holle stammt anfänglich von Jütland und aus dem Herzogtum Schleswig. Sie sind von den Dänischen Königen vertrieben worden. Hierauf haben sie sich im Braunschweigerischen in der Grafschaft Wohldenberg niedergelassen und den Rittersitz Holle erbaut. Die Stammburg Holle das aus dem Stifte Hildesheim stammte lag am Fluss Innerste. Nach verschiedenen kriegerischen Auseinandersetzungen mit dem Grafen von Wohldenberg wurden die Holles aus dem Hildesheimischen vertrieben und siedelten sich im Bistum Minden an (2. Hälfte des 13. Jahrhunderts).
Das an zwei uralten Handelsstraßen von Lüneburg nach Nürnberg und von Hildesheim nach Goslar gelegene Holle muss aber schon zu germanischer Zeit eine wichtige Bedeutung gehabt haben, wie Ausgrabungsfunde vom Holler Kirchberg bewiesen haben. Holle wird urkundlich erstmals 1146 erwähnt. Die Ritterfamilie von Holle, der zahlreiche Besitzungen in Holle und Umgebung gehörten, erscheint gegen Ende des 12. Jahrhunderts. Ihr Machteinfluss schwand zunehmend zugunsten der Grafen vom Wohldenberg, die für kurze Zeit zu den mächtigsten Herrschern im nördlichen Harzvorland zählten. Aus dieser Zeit stammt auch der berühmte Berthold von Holle, der erste Sänger aus dieser Gegend, der in deutscher, das heißt höfischer Sprache dichtete und um 1260 die Dichtung "Crane" (Kranich) schuf, in der er die ritterlichen Tugenden der Liebe und Treue und die Abenteuer in fernen Ländern besingt.
Die Burg Wohlenberg ist seit 1275 im Besitz der Hildesheimer Bischöfe. Im Jahre 1641 wurde die Burg zerstört.

Allerand von Holle erbaute 1248 das Schloss Hollwinkel zum Schutz der Alsweder Kirche. Die Familie Holle war ein uraltes Rittergeschlecht. Urkundlich ist der Besitz seitens der Holles noch nicht festgestellt, da die holleschen Familienpapiere um 1530 völlig verbrannt sind. Der Erbauer Holle soll der Bruder vom Bischof Otto I. von Minden gewesen sein. Er soll es in der damals noch einsamen Gegend eigentlich als Jagdschloss genutzt haben.