Schloss Haus Horst ( Gelsenkirchen)    10.02.18       

Das Schloss Horst steht auf dem Gebiet der Stadt Gelsenkirchen in dessen Stadtteil Horst. Zur Zeit seines Baus im 16. Jahrhundert war es die größte vierflügelige Schlossanlage nördlich der Alpen und prägte durch seinen Baustil den Begriff der so genannten Lipperenaissance.
Das Geschlecht der Herren von der Horst ist seit 1186 nachweisbar. Ab 1363 sind sie in Urkunden als Lehnsmänner der Grafen von Kleve genannt und konnten sich und die Eigenständigkeit ihres Besitzes lange Zeit gegen den Machtanspruch des benachbarten Kölner Erzbistums behaupten. Im Laufe der Jahre aber lockerte sich die Bindung zu Kleve, und es erfolgte eine Annäherung an Kurköln. Rütger von Horst leistet schließlich im Jahr 1412 dem Kölner Erzbischof den Treueid, was eine Eingliederung der ehemals eigenständigen Herrschaft in das erzbischöfliche Vest Recklinghausen zur Folge hatte.
Auf Betreiben des 1985 gegründeten Fördervereins Schloss Horst kaufte die Stadt Gelsenkirchen die Anlage im Jahre 1988, um sie vor dem endgültigen Ruin zu retten. 1995 - 1999 wurde sie restauriert und unter Einbezug noch vorhandener, historischer Bauelemente zum Teil wieder aufgebaut.
Das Schloss wird heute als Kultur- und Bürgerzentrum der Stadt Gelsenkirchen genutzt.