10.02.18

Das Gut Stockhausen, auch Burg Stockhausen oder Haus Stockhausen genannt ist eine Wasserburg am südwestlichen Rand der Ortschaft Stockhausen. Ihre Anfänge sind nicht genau bekannt, reichen jedoch mindestens in das 14. Jahrhundert zurück. Da sich die Anlage in Privatbesitz befindet, ist sie nur von außen zu besichtigen.
Die Burganlage ist von einer Gräfte umgeben und besteht aus einem Herrenhaus an der Südostecke des Areals, einem Torbau mit sich anschließendem Kutscherhaus und Pferdestall sowie zwei Scheunen und einem Taubenturm. Zur Anlage gehören Ländereien, die etwa zwei Hektar groß sind.
Das Torhaus aus dem Jahr 1672, zu dem eine steinerne Rundbogenbrücke führt, ist ein zweistöckiges Gebäude aus Bruchstein.
Es wird vermutete, dass zu dem Gut früher ein Barockgarten gehörte, von dem heute nichts mehr erhalten ist. Lediglich eine Kastanienallee westlich der Anlage ist noch erhalten, an deren nördlichem Ende ein kleiner Friedhof mit etwa 20 Gräbern liegt. Dieser war die Erbbegräbnisstätte der Besitzerfamilie von der Recke und wurde vermutlich Ende des 18. Jahrhunderts angelegt.
Wann die Anlage erbaut wurde, ist bisher nicht bekannt. Ihre Anfänge reichen jedoch mindestens in das 14. Jahrhundert zurück, denn zu jener Zeit war die Burg im Besitz der Familie Kyllfois, ehe sie 1411 an die Ritter von Westorp kam. Die Erbtochter Anna Margaretha von Westorp brachte die Burg im ersten Viertel des 17. Jahrhunderts in die Ehe mit Dietrich von der Recke dessen Familie sie 1979 an Hans-Werner Schürmann verkaufte. Er ließ die damals heruntergekommenen Gebäude restaurieren.